19C3 - Der 19. Congress des Chaos Computer Clubs

Zwischen dem 27. und 29.12.2002 fand in Berlin der 19. Congress des Chaos Computer Clubs statt. Ich war auch da und habe ein paar Bilder (und Wissen ;-)) mitgebracht.

Wichtig! Ich habe mir grundsätzlich von jeder abgelichteten Person eine Einzelerlaubnis eingeholt, ob ich sie fotografieren durfte. Bei Massenaufnahmen, bei denen einzelne Personen nicht erkennbar waren, habe ich dies nicht getan.

Sollte es Personen geben, die mir nachträglich die Erlaubnis entziehen möchten, oder wenn sich Personen irgendwo wiederfinden sollten und sie das nicht möchten, würde ich mich über eine kurze Info freuen. Dann würde ich das Bild entfernen oder an den betreffenden Stellen verfremden.

Bilder


"Lego in a Box" oder so. Das ist ein ferngesteuertes Lego-Modell, das in einer durchsichten Kunststoffkugel fuhr. Sah ziemlich kurios aus. ;-)


Und dies ist der Erbauer des Geräts. Es gibt wohl ein paar thermische Probleme, außerdem ist die Kugel etwas klein. Mal sehen, ob er es nächstes Jahr verbessert hat.


Lego fasziniert die Leute - eindeutig. Hier hatte jemand einen CD-Wechsler auf Lego-Basis erstellt. Die CDs werden hierbei pneumatisch angehoben. Das System war noch nicht vollständig, ich bin gespannt, wie es sich im vollautomatischen Betrieb verhalten wird.


Meine erste Nacht in der Turnhalle. Außer mir schliefen noch ein paar hundert andere hier, und viele davon schliefen doch recht, nunja, lautstark ;-)

Mein Dank geht an dieser Stelle an die Erfinder der Ohrenstöpsel ;-)



Der erste Morgen. Ich war etwas gerädert. Ich hatte im Schlafsack auf einer Sportmatte geschlafen. Für meinen Rücken schien dies gut zu tun, der hat sich auch nach 3 Tagen Schlaf nicht beschwert. Nur tat es gut, danach endlich wieder ohne Stöpsel schlafen zu können.


Und dann kam der Vortragsmarathon. Ich war nahezu die ganzen drei Tage in Vorträgen zu den verschiedensten Themen. Ob es nun darum ging zu begreifen, wie eine buffer overflow-Attacke genau zustande kam, oder ob es um das neue EU-Copyright ging oder um kuriose Themen wie "Blindspots der Hackerpsyche" - alles war vertreten.


Wireless LAN sei Dank konnte man an jeder Ecke Zugriff auf das Internet erlangen - zumindestens theoretischerweise. Ich wollte eigentlich die Bilder und die Texte schon während des Congresses online stellen, aber bei Pingzeiten von über einer Sekunde war dies einfach unmöglich.


Ein Lockpicker in Aktion. Traditionell sind die Sportsfreunde der Sperrtechnik - Deutschland e.V. auf jedem CCC vertreten und halten dort ihre Meisterschaften ab.


Und auch ältere Hardware war vertreten. Dies hier war ein 386SX, auf dem meines Wissens nach aber auch Linux lief. Man mag es übrigens glauben oder nicht, aber vereinzelt konnte man sogar Leute antreffen, die Windows einsetzten - allerdings waren diese eindeutig in der Minderheit.


Was mich total überraschte, war die Tatsache, daß soviele Apple-Rechner anzutreffen waren. An allen Ecken und Enden gab es Leute, die auf ihren iBook und Powerbooks rumtippten, im Flur zwischen den Vortragssälen standen mehrere iMacs und die Videotechnik wurde mit eMacs bewerkstelligt. Auf den Apple-Rechnern wurde teilweise MacOS X, teilweise Linux eingesetzt, MacOS 9 habe ich nur auf einem einzigen Rechner gesehen.


Und hier das Archiv. Hier konnte man Bücher, die Datenschleuder (das Magazin des CCC) und alle möglichen anderen Informationsmaterialien besorgen. Das war übrigens der Eingang zur Turnhalle. Anhand der Schuhe könnt ihr sehen, wieviele Leute hier schliefen - oder es verzweifelt versucht hatten.

Ja, es waren wirklich viele. Und hier die Halle von außen, meine Schlafstätte für drei Tage. Nochmal meinen Dank an den Erfinder der Ohrstöpsel. ;-)

Wireless LAN an allen Ecken und Enden. Überall waren die Geräte anzutreffen, damit eine wirklich lückenlose Versorgung zustande kam. Nunja, eine Ecke ohne Empfang gab es - bei den Leuten von Interhemd, die - dies ist auch eine Tradition - bei jedem Treffen anzufinden sind.


Hier übrigens ein Blick in den Saal 1.


Das hatte doch schon fast Lagerfeuerstimmung, oder? Hätte jetzt noch jemand eine Gitarre ausgepackt, wäre es ideal gewesen. ;-) Wobei ... Für eine ruhige Gitarrenmusik war es dann doch zu laut.


Hatte ich schon erwähnt, daß überall iBooks anzutreffen waren? ;-)


Und der Grund, weshalb ich euch auch noch diese kuriose Person zeigen wollte, lag weniger an dem iBook - ein wirklich schöner Rechner - sondern mehr daran, daß ich euch auch zeigen wollte, wer diese Zeilen - und die Bilder - verbrochen hat.


Der Raum der Haecksen, also sozusagen der weiblichen Hacker. Sie hatten in ihrem Raum auch viele interessante Vorträge und Workshops angeboten, aber leider hatten sie erheblich zuwenig Platz. Der Raum platzte häufiger aus allen Nähten. Ich hoffe, daß sie zum nächsten Congress einen größeren Raum zur Verfügung gestellt bekommen, denn sie haben es verdient.


Da wir gerade bei "sie haben es verdient" waren. Wer auch ein Lob verdient hat, war eindeutig das Team des Veranstalters, das sich wunderbar darum kümmerte, daß alles mit der Haustechnik in Ordnung war. Wie es auch auf der Abschlußveranstaltung von der Orga bestätigt wurde, war die Zusammenarbeit wirklich wunderbar. Leider wird nur nächstes Jahr das Treffen nicht mehr dort stattfinden, sondern wahrscheinlich am Alexanderplatz, da dieses Team dann dort ein Kongresszentrum eröffnen und das Haus am Köllnischen Park verlassen wird.


Abends in der Turnhalle. Es gab nur zwei Steckdosen und um diese wurde sich getümmelt, um die Notebooks aufzuladen. Er versuchte sich darin, den 2.5er Linux-Kernel zu compilieren (auf einem alten Pentium Notebook).

Er wiederum schlief beinahe dabei ein, während er darauf wartete, daß sein 8mb 486er Notebook (unter Linux) ein anderes Programm fertig compilierte. Am nächsten Morgen fragte ich dann nach, ob er erfolgreich gewesen wäre, aber er verneinte und meinte, er hätte es dann doch wieder abgebrochen. Ich schätze, er wollte dann doch irgendwann ins Bett.


Wie oben schon erwähnt, wurden eMacs für die Videoarbeiten eingesetzt. Ich war echt positiv überrascht, wie stark doch die Apple-Präsenz gewesen war.


Einer der Geschäfte, die sicherlich enorm vom 19C3 profitierten, war die in der Nachbarschaft gelegene Dönerbude. Sie bot - wie auch der daneben liegende asiatische Fresstempel - 5% Rabatt an, wenn man seinen 19C3-Ausweis vorlegte. Eine gute Idee und bei wohl über 3000 Leuten, die den Congress besucht hatten, auch eine lohnende Idee.


Die Präsenz der Notebooks war wirklich erschlagend. Das Spaßige daran im Saal 1 war wiederum die Steckerkaskade. Notebooks brauchen Strom und nicht alle sind so genügsam wie mein Gerät. Dementsprechend häufig benötigten sie Nachschub aus der Steckdose. In Saal 1 allerdings gab es nicht wirklich viele Steckdosen. So wurde eine Mehrfachsteckdose in die nächste gesteckt. Ein Wunder, daß die Sicherungen dies aushielten.


Kurz vor der Abschlußveranstaltung dann fand das Beopardy - eine Abwandlung von Jeopardy, nur mit "etwas" anderen Fragen - statt. Da gab es so nette Dinge wie den Ausspruch "This is probably the worst PCI ethernet controller ever made", bei dem man herausfinden mußte, wer dies wo gesagt hatte. Kinderleicht, oder? ;-) Ich glaube, die einzige Person, die dies wußte, war der Moderator, und der mußte es wissen, denn die Fragen stammten von ihm ;-)


Der diesjährige Gewinner war übrigens auch der letztmalige Gewinner, kju.


So, und zum Abschluß noch ein nettes Schmankerl. Schon mal einen solchen Desktop gesehen?

Nein, es ist kein geschickter transparenter Hintergrund oder so. Es ist wirklich ein defektes TFT. ;-) Der Apple Kundendienst schickte dieses Gerät nach ein paar Wochen mit einem netten Anschreiben zurück, in dem sie dem Kunden mitteilten, daß das Display defekt sei. Nicht, daß er das schon gewußt hätte und dies der Grund des Einschickens gewesen war ... ;-)



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