Die ersten Braunschweiger Linuxtage

Vom 7. bis 9.5.99 fanden in Braunschweig die ersten Braunschweiger Linuxtage statt, eine Veranstaltung, die es sich zur Aufgabe gesetzt hatte, zum Thema Linux und drumherum zu informieren und Workshops zu diversen Themen anzubieten. Ich hatte leider die Kamera nur am 9. dabei, sonst hätten es noch mehr Bilder sein können.

Wichtig! Ich veröffentliche hier auch durchaus Großaufnahmen von einigen Leuten, von denen ich hoffe, daß sie nichts dagegen haben. Wenn doch, dann reicht eine Benachrichtigung, und sie werden entfernt. Außerdem noch etwas: Ich wäre froh darüber, wenn Leute, die anwesend waren, mich bei der Beschreibung unterstützen könnten, und mich ggf. korrigieren oder ergänzen könnten, danke!

Die angezeigten Bilder sind nur 'ne Vorschau, ein Klick auf die Bilder lädt die große Variante. (640x480)

Bilder


Der Gimp-Workshop. Obwohl er am Sonntagmorgen um 10 Uhr stattfand, war er übervoll. Der Kurs hat mir persönlich viel gebracht, da ich zwar wußte, daß Gimp ein geniales Bildbearbeitungsprogramm ist, ich aber Probleme hatte, damit umzugehen. Wir haben in den zwei Stunden die grundlegenden Sachen gelernt und auf alle Fälle wurde bei den Anwesenden das Interesse geweckt, sich näher mit dem System auseinanderzusetzen.

Es gab leider ein paar technische Probleme mit dem Netz, so daß Gimp manchmal etwas schwerfällig reagierte, jedoch, was wäre eine solche Veranstaltung ohne Probleme? ;-)



Der rechte der beiden war Björn Bürger, der Leiter des Workshops. Er hatte häufiger betont, daß er auch nur Anwender sei, und deswegen nicht alle Fähigkeiten kennen würde. Meiner Meinung nach kann man bei so einem komplexen Programm wie Gimp sowieso nicht alles wissen und außerdem hatte er meiner Meinung nach genügend Erfahrung mit dem Programm, um es uns gut rüberzubringen.


Dies war übrigens der Rechner, auf dem das Gimp des Kursleiters lief, man beachte den Pinguin, der über die Maschine gewacht hat. Er (der Pinguin) heißt Wolfgang, gehört Björn und hat eine eigene E-Mailadresse!


Dies war eines der Gebäude, in denen die Veranstaltungen stattfanden, die anderen fanden im Rechenzentrum statt, daß sich auf der anderen Seite (sozusagen in meinem Rücken) befand.


Einige Leute der Braunschweiger Linux-User-Group, die das Treffen organisiert hat. Sie haben wirklich hervorragende Arbeit geleistet und ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Dieses Treffen hat mir wirklich viel gebracht, die Workshops waren wirklich informativ oder wenigstens unterhaltsam und ich habe einige Leute getroffen.


Natürlich fand auch ein kleines, aber nicht übertriebenes Merchandising statt, so konnte man neben diesem niedlichen Kerlchen auch eine SuSE 6.0-Distribution für 10,- DM kaufen, außerdem Linux-Anstecker, man konnte sich in Listen für die VI-Tasse eintragen, ...


Helmut Hullen. Einige von euch werden ihn vielleicht noch aus der Fido-Zeit kennen. Auf den Linuxtagen hatte er Vorträge mit den Themen "Distribution auf einer Diskette" und "Linux auf PS2-Rechnern" gehalten. Spontan hatte er sich auch noch bereiterklärt, den Vortrag "Schulen ans Netz" zu halten, weil der eigentliches Referent (Jürgen Schuppe) ausgefallen war, und schließlich wirkte er als Co-Referent bei "SAMBA - Linux als Windows-Server" mit - das nennt an Einsatz!

Ich habe den Vortrag "Distribution auf einer Diskette" besucht, der uns einen Überblick verschafft hat, welche Distributionen welche Schwächen oder Stärken haben. Auch hier gab es kleine technische Probleme, aber die machen doch solche Treffen erst richtig symphatisch, oder?



Das war wohl der Infostand, jedenfalls wuselten hier die Organisatoren immer fleißig herum, und es gab Informationsmaterial.


Hier ist wieder Wolfgang, der Pinguin, der schon den Gimp-Rechner bewacht hatte, hier mit Jan Braun, der den Kurs mit dem Thema "Emacs" gehalten hatte. Der Kurs war zwar auch recht informativ, hat es aber nicht geschafft, mich vom Gespann joe/nedit abzubringen.


Ist er nicht einfach knuddelig? Ich habe richtig gehört, wie er gerufen hat: "Nimm mich mit". Ja, ich verspreche es, ich werde nicht mehr lange Pinguinfrei bleiben. Es lief dort auch ein Pinguin-Weibchen herum, "Lucy". Sie hat auch eine eigene E-Mailadresse, braucht aber beim Schreiben etwas Hilfe, weil die Tastaturen leider nicht Pinguin-freundlich sind.


"Linux in a Box". ;-) Der Erbauer, Jens-Christian Günther, erzählte mir, daß er mit dem Rechner in einem Raum schlafen müsse und deswegen das Gehäuse drumherum gebaut habe, das das Gerät absolut abschirmen würde. Er erzählte mir auch ausführlich, wie er die warme Luft ableitet, etc. Er hat sich wirklich Mühe gegeben, nur ehrlich gesagt, wirkt das Design doch etwas "robust", außerdem würde der Rechner niemals in mein Auto passen. ;-)

Essen! Es hat ziemlich lange gedauert, von der Bestellung bis zur Auslieferung, aber ich denke, Joey's Pizza hat auch nicht unbedingt immer so große Bestellungen, außerdem hatten sie sogar einen Pizza-Cutter dabeigelegt, das fand' ich prima!


Dies waren auch zwei Leute aus der Braunschweiger LUG, die hinter dem Verkaufsstand standen. Das Mädchen auf der rechten Seite - Veronica - hatte übrigens nach ihrem Namensschild sogar einen Doktorgrad, kommt aus Mexiko und war extra wegen der Linuxtage früher angereist!


Dieses nette Mädel, Patricia Jung, war auf intensives Drängeln extra aus München zu diesem Treffen angereist. Sie schreibt beim Linux-Magazin mit, und ist wirklich echt nett.

Es waren noch weitere Leute auf dem Treffen, die schon im Linux-Magazin mitgschrieben haben, z.B. Stefanie Teufel. Sie hat nicht nur einen unterhaltsamen Vortrag mit dem Thema "Einführung in Linux und KDE" gehalten, sondern auch schon ein Buch zum Thema Linux geschrieben, das dem ersten Augenschein nach schön locker geschrieben ist, den Titel und die ISBN weiß ich leider nicht.



Der Workshop zum Thema LaTeX. Er war gedacht für die absoluten Einsteiger und hat zumindest einen (den von mir fotografierten) auch von LaTeX überzeugt. Seine Aussage, als er die ersten Ausgaben gesehen hat: "Wau!". Er hat dann auch gleich die Probe auf's Exempel gemacht, und das Wort "Schifffahrtsgesellschaft" eingegeben und war doch recht erfreut, daß zwischen dem ersten beiden "f"s der Abstand geringer war, wie zwischen dem zweiten und dritten "f".


Dies waren Zuschauer eines der Vorträge. Die Vorträge in diesem Raum wurden sogar aufgenommen und werden bei o.k.-TV gezeigt werden, außerdem wurden sie im Nebenraum auf einem Bildschirm angezeigt.


Hier fand die Abschlußveranstaltung statt, wir applaudierten fleißig denjenigen, die dieses großartige Treffen erst möglich gemacht hatten. Die Person in der Mitte (die einzige im Anzug) war übrigens Jan Braun, der den LaTeX-Workshop geleitet hatte.

Diese nette Person, Martin Neitzel, hatte übrigens den unglaublich unterhaltsamen Vortrag mit dem Thema "Standard-Office-Software unter Unix" gehalten. Viele hatten sich sicherlich etwas anderes unter diesem Thema vorgestellt. So zeigte er uns statt bunten Bildern, wie man mit Hilfe der Textconsole und 'ner Menge von Pipe-Zeichen zaubern konnte. Dies zeigte er übrigens unter FreeBSD, nicht unter Linux, sei es ihm verziehen, ;-) der Vortrag war es auf alle Fälle wert.


Die Zeit des Abbaus war gekommen. In Windeseile wurden Tische, Stühle und Computer abgebaut und weggeräumt, es schien dabei auch seltsamerweise kaum Chaos zu geben. ;-)


Dies waren übrigens die beiden Gebäude, in denen die Veranstaltung durchgeführt wurde.

Hier noch zwei der Leute, Jan Braun und Björn Bürger, die, erkennbar an ihren roten Namensschildern, bei der Organisation des Treffens mitgewirkt haben.

Zusammenfassung

Alles in allem war es eine wirklich überzeugende und realistische Präsentation von Linux mit allen Stärken, aber auch allen Schwächen. Ich denke, es hat denjenigen, die sich noch nicht so richtig mit Linux auskannten, geholfen, die Unterschiede zu anderen Systemen herauszufinden. Denen, die schon einige Zeit dabei sind (wie ich), hat es auch etwas gebracht, denn das Feld "Linux" ist so weit, daß man unmöglich alles wissen kann. Und auch die Profis hatten etwas davon, denn so konnten sich alle einmal persönlich treffen.

Negativ anzumerken waren lediglich ein paar technische Probleme mit dem Netzwerk, der größte Kritikpunkt lag jedoch meiner Meinung nach in der Zeit. Ich denke, ein Zeitfenster von lediglich 45 Minuten für die einzelnen Vorträge (von wenigen Ausnahmen abgesehen), war einfach zu eng gesteckt. Die Referenten hätten viel mehr erzählen können, man merkte, wie sie einfach mit der Zeit nicht zurecht kamen. Aber natürlich ist es schwierig, alle Vorträge auf eine Länge zu bringen.

Durch das "trimmen" der Vorträge auf eine Länge, konnte man erheblich leichter sein persönliches Programm zusammenstellen, eine Sache, die mir auf dem CCC nicht so leicht gefallen war, da sich dort die Vorträge überschnitten hatten. Nun, ich denke, dieses Thema wird lange diskutiert werden, bevor die zweiten Braunschweiger Linuxtage stattfinden werden, auf die ich mich jetzt schon freue.

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