Die zweiten Braunschweiger Linuxtage

Am 13.5. und 14.5.2000 fanden in Braunschweig die zweiten Braunschweiger Linuxtage statt, die in Tradition der ersten Linuxtage die Möglichkeit boten, sich durch Vorträge über das Thema 'Linux' zu informieren, aber auch Firmen die Gelegenheit gaben, sich zu präsentieren.

Wichtig! Wie immer bei meinen Fotodokumentationen veröffentliche ich hier auch unter Umständen Großaufnahmen von einigen Leuten, von denen ich hoffe, daß sie nichts dagegen haben, die ich aber eventuell nicht gefragt hatte. Wenn jemand also möchte, daß ich ihn hier entferne, dann reicht eine Benachrichtigung. Außerdem noch etwas: Ich wäre froh darüber, wenn Leute, die anwesend waren, mich bei der Beschreibung unterstützen könnten, und mich ggf. korrigieren oder ergänzen könnten, danke!

Wenn jemand weitere Bilder haben möchte (ich habe hier weniger als die Hälfte zur Verfügung gestellt), kann er mich anmailen.

Bilder

Samstag, der 13.05.00


Dies ist Arvid, einer der freiwilligen Helfer der Linuxtage. Am 14. hat er für mich den Abbau fotografiert.


Der Eingangsbereich, Oben ist das Plakat zu erkennen, das auf die Veranstalung hinweist. Ich hätte es gut gefunden, wenn von der Hauptstraße aus ersichtlich gewesen wäre, wo das Treffen war. Wenn jemand nicht wußte, wo die Uni ist, konnte er den Ort meiner Meinung nach verfehlen. Da aber trotzdem viele Leute da waren, konnte das Problem dann doch nicht akkut sein.


Bin ich hier auf der CeBIT? Das waren tatsächlich meine ersten Gedanken, als ich in die Halle kam. Der Stand von PC-Spezialist war nicht nur werbewirksam aufgestellt, sondern auch recht professionell. Schon hier konnte man erkennen, daß eine unerhörte Akzeptanzsteigerung von Linux stattgefunden hatte.

PC-Spezialist hat übrigens Teile der Hardware für die Linuxtage zur Verfügung gestellt.



KDE 2.0. Genial, eindrucksvoll, ausgereifte Ideen, nur noch sehr instabil. Auch nach Aussagen der KDE-Leute war die 1.er Version dieser Benutzeroberfläche für Linux eher chaotisch gewachsen als sinnvoll geplant. Jetzt haben sie sich die Mühe gemacht und sorgfältiger geplant. Heraus kam z.B. der konqueror, der Dateimanager, der auch der Web-Browser ist, der von seinen Leistungen her dem Netscape oder IE das Wasser abgräbt.


Dies ist die Firma in2solutions, die Intranet- und Internetlösungen auf Linux-Basis erstellt. Sie hatten eine Datenbanklösung vorgestellt, die komplett von einem Webclient bedient werden kann. Sie sind ein weiteres Beispiel dafür, daß Linux immer mehr kommerziell genutzt wird.


Und dies ist Linet Services, die mit in2lostuins zusammenarbeiten, indem sie den Kunden die nötige Hard- und Softwareplattform zur Verfügung stellen. Das bedeutet, sie betreuen die Kunden, die Linuxlösungen bei sich laufen haben.


Graff hatte einen Verkaufsstand aufgestellt, wo man einen Blick in aktuelle Bücher mit Linux- und Unixthemen werfen konnte, und diese natürlich auch gleich kaufen konnte. Mir fiel an dem Stand die schon fast unüberschaubare Anzahl der verschiedenen Linuxdistributionen auf. "red linux", "real red linux", ...


Ein Beispiel für Sponsoring. Wie schon oben erwähnt, wurden Teile der Hardware von PC-Spezialist zur Verfügung gestellt. Auch in vielen Vortragsräumen stand so ein Schild, wie dieses hier.


Ja, Sponsoring, wohin man sieht. Hätte jemand vor drei Jahren gesagt, daß HP ihre Rechner mit Linux ausstattet, hmm, hätte das jemand geglaubt? ;-)


Leider habe ich versäumt nachzufragen, worum es bei dieser Hardware genau ging, vom Aufbau her glaube ich aber, daß es um ein Embedded Linux ging, das Hardware-Steueraufgaben durchführt.


Wenn man die Rückseite sieht, merkt man dann aber doch den eher experimentellen Status dieser Lösung. Falls mich jemand aufklären kann, worum es hier genau ging, wäre ich ihm über eine Kurzerklärung dankbar, die ich an dieser Stelle veröffentlichen könnte.


Kurzfristig hatte sich die WOBLUG (steht für Wolfsburger Linux User Group) bereitgefunden, sich hier zu präsentieren. Ziel war es, weitere Mitglieder zu gewinnen, denn sicherlich wissen viele Anwender gar nicht, ob es eine LUG in ihrer Nähe gibt. Leider sind wir von der Celler LUG nicht auf den Gedanken gekommen.


Merchandising. Leider habe ich es dann doch versäumt, mir so eine Tasse zuzulegen. Mittlerweile gibt es wirklich haufenweise Fan-Artikel, insbesondere der Pinguin, Tux genannt, erfreut sich allergrößter Beliebtheit, aber dazu später in diesem Bericht.


Der erste Vortrag, den ich besuchte. Hier wurde KDE 2.0 vorgestellt. Vieles, was hier erzählt wurde, hatte ich bereits im Vorfeld erfahren, einiges war neu. aRts zum Beispiel ist der Versuch, Multimedia-Komponenten direkt in das System zu integrieren. Bislang belegt jedes Programm exklusiv die Soundausgabe, frei nach dem "Highlander"-Motto "Es kann nur einen geben". Mit aRts wird es anders. Nicht nur, daß es das Sharing erlaubt, nein, auch viele klangverändernde Möglichkeiten sind integriert, so daß Programme in Zukunft nicht mehr die Effekte alle selber programmieren müssen, sondern fertige Funktionen nutzen können.


Die Masse schaute gespannt auf die vortragenden Personen und lauschte den Worten.


Der nächste Vortrag, hier ging es um den Apache Webserver, der doch sehr leistungsfähig ist (kein Wunder, daß er mit großen Abstand die Nummer 1 der deutschen Webhoster ist - und nicht nur der deutschen)


Auch Pinguine lauschten angestrengt dem Vortrag. Hatte ich schon erwähnt, daß ein echter Tux-Kult ausgebrochen ist? ;-)


Nicht erschrecken! Ja, das bin ich. Ich hab' die Kamera für einen Moment aus den Händen gegeben, damit ihr auch den Erzeuger dieser Zeilen erblicken könnt. Hier habe ich übrigens einen kuriosen türkischen Trank ausprobiert. Der war irgendwie mit Joghurt und Salz und so. Etwas kurios aber durchaus trinkbar.


Im anderen Gebäude präsentierten sich weitere Firmen, die sich mit Linux beschäftigen. Was diese Firma hier macht? Keine Ahnung, da setze ich auf euch, klärt mich auf!


Auch hier wird wohl etwas mit Linux gemacht, auch hier bin ich unwissend. "Industrial Linux", klingt gut, oder?

Langsam aber sicher fühlte ich mich wirklich, wie auf der CeBIT. Mal abgesehen davon, daß nicht soviel Publikum da war, waren die Stände doch sehr professionell.


Der Hauptstand von oben. Dieser Stand wurde von der LUG-BS betrieben. In der Mailingliste wurde sich nach dem Treffen beschwert, daß der Stand der LUG-BS nicht auffindbar gewesen sei, und es war auch so, daß auf dem Stand selber kein Hinweis darauf war, jedoch wußten viele sicherlich auch, daß die LUB-BS diese Tage veranstaltet, dann sollte klar sein, wer hier auf dem Stand steht. Aber hilfreich wäre es so oder so gewesen.

Meine Methode, um zu wissen, ob mein Gegenüber aus der LUB-BS stammte, war ein Blick auf die Namensschilder.



Hier besuchte ich einen Vortrag mit dem Thema "Firewalling-Konzepte". Nach den Vorträgen blieb zum Glück immer noch genügend Zeit, um dem Dozenten ein paar spezielle Fragen zu stellen.


Spam aus der Dose. ;-) Für den, der nicht weiß, was "Spam" ist: Mit diesem Wort wird im allgemeinen die Mailwerbeflut bezeichnet, die die Newsgroups oder das eigene Postfach verstopfen.


Angriff der Killer-Tuxe. ;-) Nein, das ist Lucy und die ist brav, genauso wie die Patricia, die übrigens früher regelmäßig im Linux-Magazin mitgeschrieben hat und diesesmal extra aus Norwegen angereist kam, um einen Vortrag zu halten. Nein, sie ist eigentlich Münchnerin, die die Liebe in die kalten Gefilde gezogen hat.


Der "running gag". Nein, dies soll jetzt keine Beleidigung von Björn Bürger sein, sondern vielmehr darauf anspielen, daß ich ihn auch auf den ersten Braunschweiger Linuxtagen mit etwas in der Hand laufend fotografiert habe.


Tuxomanie. ;-) Was das ist, weiß ich auch nicht mehr, auf alle Fälle ist es etwas sehr Kurioses.

Essen! Ich bin natürlich immer dort, wo es etwas zu essen gibt. ;-) Dies war die kleine Linuxparty am Ende des ersten Tages.


Wann immer jemand seinen Palm herausholt, ziehen die anderen nach und beamen sich ihre Visitenkarten hin- und her. Eine echte Sucht, aber spaßig! (Ja, ihr habt es erraten, ich hab' auch einen Palm.)


Später zum Abend hin bildeten sich kleinere Gesprächsrunden. Ja, Linuxleute sind anders. Während sicherlich anderenorts die Leute besoffen rumgegröhlt hätten, fanden hier Diskussionen statt.


Hier auch. Freeware, bzw. Free-Food. Das mußte alles weg, da es kurz vor dem Verfallsdatum stand. Leider haben wir es nicht geschafft.

Sonntag, der 14.05.00


Dies ist der Stand, den ich schon am vorherigen Tag von oben fotografiert hatte. Hier wurden die Tagungs-CDs verkauft, sowie diverse Distributionen verteilt.


Hier die Leute aus der Nähe. Falls mir jemand die Namen gibt, zähle ich sie auch auf. Dies ist Helmut Hullen, im Fidonetz sicherlich eine Berühmtheit, ist er auch ein sehr aktives Mitglied im Linux-Bereich.

Stofftierparade. Da hätten wir von links nach rechts: Den TeX-Löwen, den Linux-Pinguin Tux, den BSD-Daemon und schließlich das KDE-Maskottchen. Ein weiterer Vortrag mit vielen Zuschauern, unter anderem natürlich der Tux-Frau Lucy und ihrem Herrchen.

Einer der Helfer, ja, es ist Arvid, der auch schon auf dem ersten Bild zu sehen war. Vor ihm seht ihr zwei Karten. Eine gelbe und eine rote. Diese zeigen dem Vortragenden an, daß er noch fünf Minuten hätte, bzw. daß er aufzuhören habe. Das System schien zu funktionieren, denn im Gegensatz zum letzten Jahr paßte es sehr gut von der Zeit her.


Dies war ein Vortrag das Messen von Netzwerk-Traffic mit einem bestimmten Programm, daß der Vortragende entwickelt hat, und das anscheinend sehr beliebt ist.


Und auch hier kamen wieder die speziellen Fragen am Ende des Vortrags. Und der nächste Vortrag, diesmal zum Firewallung mit netfilter, dem neuen Tool, das ipchains im neuen Kernel ablösen wird.

Ein Ausblick auf den Linuxtag in Stuttgart vom 29.Juni bis 2.Juli 2000. Hier präsentierten sich die Leute von Debian, einer komplett freien Linuxdistribution.


Meine erster Gedanke, als ich "Helferbrötchen" las, war eher, daß sich das "Helfer" auf die Herkunft beziehen würde, als auf das Ziel. ;-)

Ich durfte ihn nur fotografieren, weil ich ihm versprochen hatte, Anja (die wohl seine Frau/Freundin ist) zu beweisen, daß er auf dem Treffen war. Ich hoffe zumindestens, daß es in etwa so war. Auf meinem Palm steht nur als Erinnerung: "Für Anja (lug-bild-döner)" ;-)

Das GNU (Die Stoffigur) ;-) Hmm, ein Windows-Bildschirm auf den Linuxtagen? Da kann man nur hoffen, daß sie wine oder VMWare benutzt haben ...

Gimp auf drei Monitoren gleichzeitig.

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