Das CCC '99 - Freitag, 6.08.99

Der Freitag. Wir sind da und schauen uns um. Es gibt viel zu sehen. Ein Klick auf die Bilder lädt die große Variante. (1024x768)


Frühstück, das Erste auf dem Camp. Aber so richtig munter sieht er ja nicht aus, oder? Das lag wohl daran, daß es gerade mal 9 Uhr war, wieder aber am Tag zuvor gegen 3 oder 4 Uhr ins Bett gegangen waren. Es sollte ja auch kein Erholungsurlaub sein. ;-)


Auf dem Stuhl seht ihr das Teil, das wir einmal "Dwan" (Display Without A Name) getauft hatten und das jetzt irgendwie anders heißt. Wenn es mal fertig ist, stellt es ein Display da, das man in den Computer einbauen kann und das einen über diverse Betriebsstände informiert. Über die vier Tasten am Display kann man dann sich diverse Werte anzeigen lassen, aber auch Aktionen ausführen, wie z.B. CD unmounten, Rechner herunterfahren, etc. Im Gegensatz zu den bisherigen Lösungen geschieht viel im Microcontroller, der mit dem Display auf einer Platine steckt. Wenn es endgültig fertig ist, wird der PIC in dem das Programm läuft, vom PC aus und ohne extra Programmiergerät neu zu flashen sein. Desweitern wird vielleicht sogar klappen, daß nicht eine einzige Schnittstelle exklusiv benötigt wird.


Auch am Freitag kamen noch einige an. Und wenn mich nicht alles täuscht, dann handelt es sich bei dem rechten um eine CCC-Berühmtheit.


Einfach ein Blick auf die Zeltlandschaft, die weiter angewachsen war. Allerdings gab es imme rnoch viele Freiräume. Die Veranstalter hatten mit mehr Leuten gerechnet, es wurde auch gemunkelt, daß der sogenannte "Break-Even", d.h. der Punkt, ab dem die roten Zahlen aufhören, nicht erreicht worden wäre. Ich weiß es nicht, aber ich bin der Meinung, daß dies ein "Testballon" war, der aber gezeigt hat, daß der CCC auch international bekannt ist. Es war schließlich die erste Veranstaltung des CCC in dieser Art, das ist ein Sprung ins kalte Wasser. Ich hoffe, daß die hier gewonnenen Erfahrungen in ein nächstes Treffen einfließen können.


Unsere "Hundemarken" ;-) Ohne diese Dinger durften wir den Platz weder verlassen noch betreten. Sie waren nicht zu entfernen, so hat man sie auch zum Duschen und Schlafen getragen. Sie störten ein wenig beim Tippern, außerdem schwitzte man darunter, aber es war wohl die praktischte Lösung, denn die Anklemmschilder, wie es sie auf der HIP gab, sind wohl auch teurer, außerdem kann man die verlieren.


Mittag. Um Bränden vorzubeugen, hatten wir gleich daneben eine Schale mit Wasser, ich hoffe, daß es im Falle eines Falles gereichtn hätte, wir haben es zum Glück nicht gebraucht.


Radio Intergalactica. Sie sendeten 24 Stunden am Tag auf der Frequenz 93,9 MHz. Sie sendeten Nachrichten, die sogenannten "Fnord-News", in denen sie Camp-Nachrichten zweisprachig in Deutsch und Englisch verbreiteten. Außerdem wurde Musik gespielt. Nun ja, es war zum Teil doch ziemlich gewöhnungsbedürftig, was da über den Äther kam, von Björk bis zu Nina Hagen. Von Pop über Hip-Hop zu Kuriositäten, wie z.B. die Ex-DDR-Hymne oder die Internationale. Es war auf alle Fälle nie langweilig. Ich hoffe, daß bei dem nächsten Treffen auch wieder ein Sender laufen wird.


Die Duschcontainer. Es gab drei Container für 1500 Leute, da waren, nunja "Probleme" wohl unausweichlich. Ich bin auf alle Fälle immer recht früh aufgestanden, um noch eine Chance zu haben, einigermaßen vernünftig zu duschen.


Gegen Mittag war es dann soweit, die Duschen waren geschlossen. Die Behälter waren voll und mußten geleert werden, was anscheinend doch derbe teuer ist. Das ist wohl der Nachteil an einer solchen Aktion, wenn sie auf freiem Feld durchgeführt wird. Es gab - bis auf den Wasseranschluß - nichts, was vor Ort entnommen werden konnte. Es gab Stromgeneratoren, die insgesamt 1 Megawatt Leistung produziert haben.


Dies waren die einzigen Wassertoiletten, die es auf dem gesamten Platz gab. Leider wurden sie später auch noch geschlossen. Ich weiß nicht, aber irgendwie finde ich es besser, wenn ich nach der Toilette meine Hände waschen kann. Allerdings gab es nachmittags nur noch einen einzigen Wasseranschluß und der war gut versteckt.


Wie schon oben erwähnt, bestand Feuergefahr und deswegen absolutes Rauchverbot. Nun ja, zumindest stand das da. Es wurden Zigaretten verkauft und die Leute rauchten auch draußen, das habe ich nicht so ganz verstanden.


Die deutsche Telekom, dein Freund. ;-) Sie haben die Standleitung (34mBit) zur Verfügung gestellt, obwohl oder gerade weil (?) der CCC immer auf der Suche nach Sicherheitslücken schon einiges bei der Telekom und dem Vorläufer der Post gefunden haben. Auf dem 98'er CCC habe ich andächtig gelauscht, als Geschichten aus der Vergangenheit erzählt wurden.


Auf der HIP erfunden, hat es nun sogar eine RFC-Nummer bekommen. Das Verfahren, IP-Nummern auf eine Wäscheklammer zu schreiben und sie an die Leute zu verteilen, die die Wäscheklammer dann an die Netzwerkleitung klemmen sollen. Das Prinzip ist genial einfach und einfach genial.


Arabisches Fastfood. Die Jungs waren echt gut drauf und das Essen war auch super. Es gab lauter Sachen, von denen ich vorher nicht gewußt habe, daß es sie überhaupt nicht gibt. Und das Beste war eigentlich noch, daß sie immer fleißig Proben verteilt haben, damit man wußte, worauf man sich einließ. Ich denke, dadurch haben sie auch die Barriere gebrochen, die eventuell bei einigen bestand, die nicht so recht wußten, ob ihnen das schmecken würde. Es war zu praktisch jeder Uhrzeit großer Andrang und ich hätte mich wohl häufiger bedient, wenn ich nicht unter Finanzproblemen gelitten hätte. (Ich hatte einen Hub kaufen müssen, der nicht eingeplant war)


Die Rakete, das Symbol des Camps. Es war der zentrale Punkt des Treffens. Ich weiß nicht, wer es gebaut hat und ob es extra für das Treffen gebaut wurde, aber es paßte absolut hier rein, genial!


Ein Datenklo. Hier gingen die zentralen Netzwerkleitungen rein und wurden verteilt. Im Allgemeinen hat die gesamte Netzwerktechnik und die elektrische Verkabelung einen erheblich zuverlässigeren Eindruck gemacht, als auf der HIP.


Das Datenklo nochmal von außen. Deutlich zu erkennen sind die Leitungen die hineingehen. Ich schätze, daß die Tür offenstand, damit etwas Luft hereinkonnte.


Da ich gerade von der Infrastruktur gesprochen habe, hier ein Blick auf einen der zentralen Stromverteiler. Es war wirklich gut dimensioniert gewesen. Auf der HIP hatte es häufiger Stromausfälle gegeben, weil Leitungen überfordert waren, Sicherungen angesprungen waren, etc. Hier habe ich das nicht ein einziges Mal erlebt.


Nachtimpressionen. Beim herumwandern hatten wir einen Fotografen gesehen - den einzigen, der mit Erlaubnis des CCC Bilder für die Presse machen durfte. Wir haben uns etwas mit ihm unterhalten, er hat von den diversen Magazinen erzählt, für die er Bilder gemacht hat, oder es nie tun würde. Er hat mir auch den Tip für diese Einstellung gegeben. Ich hatte den "einsamen Hacker" auch aus anderen Bildpositionen heraus aufgenommen, aber dieses Bild ist das Beste. Okay, es ist etwas verwackelt, tut aber der Stimmung keinen Abbruch, oder?


Und da ich gerade vom Fotografen erzählt habe, hier ist er.


Ich hoffe, die Stimmung kommt rüber. Die gesamte Nacht über war diese Beleuchtung an und zauberte so eine irgendwie andere Stimmung. Außerdem mußte man so nicht mit Taschenlampe herumlaufen.


Ein Teil unserer Truppe im blauen Licht. Ich hab diese Beleuchtung gemocht. Allerdings nicht nur ich, nein, auch Mücken und anderes Stechvieh. Ich hatte über zehn Mückenstiche am gesamten Leib.


Und hier der Verfasser dieser Zeilen. Ich kann euch beruhigen, ich sehe in normalem Licht (fast) wie ein normaler Mensch aus. ;-)


Ein Baum, wunderschön beleuchtet. Die HIP war einfach nur ein Treffen gewesen, hier aber hat es die perfekte Stimmung gegeben. Gerade die Nacht war die schönste Zeit.


Hier der Richtfunkturm. Auch der wurde genial beleuchtet. Und hier die Rakete. Bei Nacht und mit diesem Rauch um sie herum sah sie wirklich eindrucksvoll aus.

Und zum Abschluß des Tages noch einmal unsere netten Leute vom arabischen Fastfood. Ich weiß nicht, wieviele Stunden sie uns mit Essen versorgten, aber dank ihrer Hilfe waren wir nie am Verhungern. Ich muß an dieser Stelle aber auch unbedingt die Leute erwähnen, die die Hanf-Waffeln verkauft haben. Die haben nämlich 24 Stunden pro Tag verkauft und haben sich ständig abgewechselt.


Weiter zum Samstag.

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