Tagebucharchiv


Oktober 13, 2007 09:43:29
Telekommunikationstechnische Wagnisse (3) - Erfolge und Misserfolge

Da war die Woche des Breitbandes, ganz klar. Am Mittwoch war meine Mutter dran. Sie hatte bislang nur ein Analogmodem, um ins Internet zu kommen, es hatte sie schon länger genervt, dass jede Webseite Minuten zum Aufbau benötigte.

Da flatterte vor wenigen Wochen eine Werbung von Kabel Deutschland ins Haus. Das Angebot klang gut, also hat sie es angenommen. Am Mittwoch war es dann soweit. Morgens kam ein Techniker und war dann insgesamt über 2 Stunden damit beschäftigt, etwas an der Hausverkabelung zu machen. Am Abend kam ich dann vorbei, installierte den mitgelieferten WLAN-Router, die WLAN-Karte für den Rechner meiner Mutter und fing das Testen an: 17.000 kBit/s im Downlink, 500 kBit/s im Uplink - nett! Mal schauen, wie dauerstabil das ist, wenn viele Kunden in ihrer Nähe angeschlossen sind (Kabel Deutschland hat die Gegend erst zum 1.10. erschlossen), aber bislang sieht das echt gut aus.

Kapitel 2 spielt bei einem Arbeitskollegen. Er wohnt soweit ab, dass die Telekom ihm gerade mal DSL light, also 384/64 angeboten hat. Als ich erfahren habe, dass QSC seine Gegend ausgebaut hat, habe ich ihm das gleich erzählt. Letzte Woche war es soweit - und nichts klappte. Zwar war der Techniker pünktlich da, setzte die zweite Telefondose, das DSL-Modem fand auch irgendwas, aber es kam keine Verbindung zustande. Wir haben uns das dann nochmal diese Woche am Dienstag angeschaut, den Support kontaktiert, der ein neues Modem schickte. Am Donnerstag war es dann soweit: Angeschlossen, Zugangsdaten eingetippert, drin! Statt der 384/64 hat er nun 800/800. Für 1mBit wohnt er leider zu weit weg, aber auch so ist es mehr als eine Verdoppelung im Downlink und mehr als eine Verzehnfachung im Uplink. Er ist auf alle Fälle zufrieden.

Bei so vielen Erfolgen konnte ich ja schlecht hinten anstehen und schließlich hatte ich ja für den 12. (also Freitag) den Techniker-Termin für mein Alice Light. Zusätzlich hatte ich die Tage gelesen, dass Alice von nun an bei jedem Anschluss die maximale Bandbreite freischaltet, was bei mir 16.000/800 wäre.

Der Freitag kam, meine Vorfreude stieg - und fiel ins Bodenlose, als ich zur Sicherheit in das Webinterface schaute: Zu Ihrem Auftrag fehlen uns für die weitere Bearbeitung wichtige Informationen. Bitte melden Sie sich bei uns unter 01805 56 56 (14 Cent/Min. aus dem Festnetz) (für Privatkunden) bzw. unter 0800- 41 41 41 1 (für Geschäftskunden), damit wir gemeinsam die Daten abgleichen können und Ihnen schnellstmöglich Ihren Anschluss zur Verfügung stellen können. Parallel versuchen wir, Sie ebenfalls telefonisch zu erreichen.

Pustekuchen, sie hatten natürlich nicht versucht, mich zu erreichen. Sie haben meine Anschrift, sie haben meine Mailadresse, sie haben meine Mobilfunknummer. Sie hätten mich anschreiben können, oder anmailen, eine SMS schreiben oder einfach anrufen - was haben sie aber getan? Nichts! Ich war echt stinkig und hab dies auch dem Hotliner am Telefon gesagt. Ich blieb natürlich ruhig, ich schreie niemanden an - aber in der Stimmung dazu war ich auf alle Fälle!

Weswegen ich mich melden sollte, war übrigens weder dem Hotliner noch mir am Ende klar. Er fragte mich etwas bezüglich einer Rufnummer und ob ich bei dem neuen Anschluss eine Rufnummer haben möchte, was ich verneinte. Aber die Infos hatten sie schon. Mir schwant nur gerade Übles ... nicht, dass sie den Auftrag nun so abgeändert haben, dass sie meinen Telekom-Anschluss kündigen und ich dann nicht nur für evtl. ein paar Tage offline bin, sondern auch nicht mehr unter meiner alten Rufnummer erreichbar bin ... Ich glaube, da rufe ich lieber nochmal an.

Etwas Positives am Rande: Sie haben es endlich geschafft, die Installationsanschrift auf die korrekte Hausnummer zu setzen, wenigstens etwas ...

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