Tagebucharchiv


Juni 8, 2008 23:56:45
Das Sommermärchen eines Busfahrers

So, endlich hat sie begonnen, die W EM. Ich hatte mich mit Magda zum "Public Viewing" auf dem Heiligengeistfeld verabredet und nach ein paar Koordinationsschwierigkeiten hatten wir uns dann auch getroffen.

Es war 20:00, wir standen in der langen Schlange zum Einlass, da tönte es vom Eingang: "Wir sind voll, schaut euch das Spiel auf dem Spielbudenplatz an" (Für die Nicht-Hamburger: Das ist mitten auf St. Pauli)

Wir also zurück - und etwas verzweifelt, denn wir fanden keinen Großbildschirm. Was wir aber fanden, da waren viele Sitzbänke - und vor den Sitzbänken viele Fernseher. Na immerhin ...

Zum Spiel muss ich nicht viel sagen, denke ich. Die Stimmung war sehr gut, der Jubel groß. Und nach dem Spiel versammelten sich massiv viele Menschen auf der Reeperbahn - fast so, als sei Deutschland gerade Europameister geworden. Die Stimmung war echt extrem geil!

Die U-Bahn konnte man vergessen, wenn man zurückfahren wollte, es staute sich bis weit vor dem Eingang, also nahmen wir den Bus. Es gab zuerst ein paar Probleme, da der Busfahrer die Tür nicht schließen konnte, weil immer mehr Menschen nachströmten. Irgendwann dann ging es aber - und die Fahrt ging ab.

Im Bus sangen die Leute, schwenkten die Fahne - und der Busfahrer war eifrig am Hupen.

Irgendwann kamen die ersten Sprechchöre: "Wir lieben unseren Busfahrer", als Antwort ließ der Fahrer die Innenbeleuchtung flackern. Es kamen Sprüche wie: "Gebt mir ein 'B', gebt mir ein 'U', gebt mir ein 'S', gebt mir ein 'fahrer'", und am Ende kamen Sprüche wie "noch eine Runde".

So gefallen einem doch die öffentlichen Verkehrsmittel!

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