Tagebucharchiv


Juni 21, 2008 14:36:27
Müsli, Kühlschränke und das Ende des Internets

Gespannt, wie ich das alles in einen Eintrag packen kann, so dass es noch passt? Okay, dann lest mal los:

Ich habe ja noch immer ein externes Lager, in dem ein paar Sachen lagern, die einfach nicht in die Wohnung passen oder die ich einfach nicht mehr in der Wohnung haben möchte. U.A. steht dort ein Kühlschrank sowie eine Waschmaschine. Beide sind funktionsbereit, aber eben schon etwas älter. Also bin ich heute zu einem Gebrauchthändler um zu sehen, ob er sie mir abkaufen würde. Nö, würde er nicht, er würde sie mir aber kostenfrei abholen und ausschlachten. Die Leute wollen heutzutage alle nur noch Geräte, die extrem energieeffizient sind - ein Plus für die Umwelt, aber leider bleibe ich so auf den Geräten sitzen. Nun, meine letzte Chance ist nun Ebay, ansonsten ist Verschrottung angesagt.

Ich bin dann weiter zur Firma geradelt, denn da wartete ein Päckchen auf mich, ich hatte Müsli aus dem Internet bestellt, genauer gesagt bei mymuesli. Auf der Verpackung war mit der Hand "Vogelfutter" geschrieben, ich gehe mal davon aus, dass das einer meiner Kollegen war.

Die Zutatenliste liest sich aber auch recht nett. Als letzte Zutat steht dort: "viel Liebe", außerdem hat der Verpacker, bzw. die Verpackerin per Hand unterzeichnet. Vielen Dank Sofi für Deine Arbeit! ich werde es nachher probieren und euch dann berichten.

Kommen wir zum Ende des Internets: Als ich aus dem Büro kam und auf die Straße trat, stand dort ein älterer Herr, der auf einen Kollegen wartete, der ihn abholen wollte. Ich kam mit ihm ins Gespräch. Als ich erzählte, dass ich Müsli aus dem Internet bestellt hatte, musste ich mir erstmal anhören, dass man weder Müsli isst (Schwarzbrot ist das einzig Wahre) und schon gar nicht etwas aus dem Internet bestellt. Auch mein Hinweis, dass mymuesli nur Bio-Artikel vertreibt, ließ er nicht gelten. Das Internet sei sowieso zu nichts nütze, früher ging es auch ohne (auf meinen Einwand, dass man früher auch ohne Rad und ganz früher ohne Keule leben konnte, ging er nicht ein). Freunde könne man nicht im Internet treffen, die würden sowieso nur vorspielen, jemand anderes zu sein (mein Argument, dass ich einen Großteil meiner Freunde über das Internet getroffen habe und diese später auch im realen Leben getroffen habe, war für ihn ebenfalls irrelevant).

Außerdem hätten ja schon Forscher gesagt, dass man das Internet abschaffen solle, da es zu nichts nütze sei - es sei im Gegenteil viel zu gefährlich. E-Mail dürfe man aber behalten (die Anmerkung, dass "Internet" der Transportweg für Mails ist, und dass er wohl das Web meinte, habe ich mir verkniffen).

Da er gleichzeitig auch gegen Mobiltelefone grantelte, gehe ich davon aus, dass es in der Welt seiner Träume kein Internet, keine Mobiltelefone, aber dafür Telefonzellen an jeder Straßenecke geben müsse. Der Mann war dabei auf gar keinen Fall unintelligent - nur extrem verbohrt in seiner Meinung und zu keinem Argument offen.

Also, lest meine Artikel solange es das Internet noch gibt. Wer weiß, wann es abgeschal...

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