Tagebucharchiv


Dezember 8, 2009 00:14:53
In Sachen Mutter Natur gegen Roland Emmerich

Wenn Mutter Natur es könnte, so würde sie Roland Emmerich wegen massiver Verstöße gegen Naturgesetze anklagen ...

Ich war in 2012 und wenn man so in der Retrospektive einen Blick auf "The day after tomorrow" wirft, so war dieser Film ein gut recherchierter Dokumentarfilm im Vergleich zu 2012.

Ja, ist schon toll, wenn die Erde großflächig einstürzt, aber man sich fragt wohin? Es gibt immer noch ein Massenerhaltungsgesetz. Oder wenn ein Flugzeug mal kurz schneller als eine pyroklastische Wolke fliegt, dann darin eintaucht und völlig unbeschadet wieder aus ihr hervorkommt.

Dass das Wasser in einem durch Schotts komplett versiegelten Raum weiter steigt (obwohl in dem Raum kein Leck ist), es aber davor und dahinter kaum oder gar nicht steigt, ignorieren wir mal geflissentlich.

Dass normale Menschen auf einmal die Fähigkeiten eines Apnoetauchers erhalten, liegt sicher nur am Adrenalin, dass den Menschen zu diesem Zeitpunkt durchfließt.

Und dass überall um einen herum die Erde untergeht, aber gleichzeitig das Mobilfunknetz noch komplett funktioniert, das ist halt der absoluten Stabilität dieser Technik zu verdanken ...

oder so ...

Aber von diesen "Verstößen" abgesehen und abgesehen davon, dass recht klar war, wer überlebt und wer nicht (was in Anbetracht der Tatsache zu verschmerzen ist, dass bei Roland Emmerich die Handlung nur Beiwerk ist, um die Zeit zwischen den Spezialeffekten zu überbrücken), war es nett anzuschauen.


Und weil ich gerade dazu "gezwungen" wurde, erwähne ich mal kurz, dass ich am Freitag in "Zweiohrküken" war und dass dieser Film nicht mit dem berüchtigtem "Fluch des Sequels" belegt ist - der ist richtig gut und eine würdige Fortsetzung. Da werden eben nicht irgendwelche alten Gags aus dem ersten Teil genommen und erneut verwurstet - ist eben kein Hollywood - sondern es sind neue Ideen drin, es wird sehr realistisch vom Stress in der Partnerschaft erzählt. Es ist sicherlich aufgrund der Realitätsnähe wiederum so gut (kleiner Winker zum oben erwähnten Film) - wenn man mal die Szene mit der Satellitenschüssel ignoriert ...

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