What The Hack 2005

Ich war auf der What the Hack, der Nachfolgeveranstaltung der HIP97. Leider war es - im Gegensatz zur HIP97 - ziemlich verregnet. Und im Gegensatz zu den Kongressen des CCC stand eher der Spaß im Vordergrund und weniger die Information.

Ursprünglich hatte ich die Bilder in einer Web-Galerie veröffentlicht. Um wieder alles einheitlich zu gestalten, habe ich es jetzt in meine Seiten eingepasst, die Bilder sind aber auch noch unter der alten Adresse betrachtbar.


Mein Wagen war ziemlich voll. Ja, wirklich voll.

Aber es war auch eine ganze Menge Krams drin. Kleidung für zwei Leute, ein Zelt, zwei Computer, über ein Dutzend Getränkeflaschen, Junk-Food, Isomatten, Schlafsäcke, DVD-Brenner, externe Festplatte, Hub, Stromkabel, ...


Diese Kugel gehört zum ... schwäbischen Infopoint.

Die Schwaben hatten viel Wert auf Licht, aber wenig Wert darauf gelegt, dass die Stromversorgung auch vor Wasser sicher war. Ich verstehe es zwar nicht, aber seltsamerweise kam es zu keinem Kurzschluß.


In der Nacht hatte es heftigst geregnet. Wir sind vom Regen aufgeweckt worden und mussten feststellen, dass zwar der innere Zeltbereich trocken blieb, aber das Vorzelt (wo unsere Lebensmittel, die Kleidung und Teile unserer Computer lagerten) Wasser absonderte. In Windeseile packten wir vieles in das Hauptzelt (zwischen unsere beiden Schlafplätze) und deckten den Rest ab. Zum Glück hat nichts gelitten.


Äh ja ... Es hat sich ein wenig Wasser auf dem Zeltdach angesammelt, ganz wenig. Hat ja auch gar nicht heftig geregnet ;-)


Der Blick auf den Hauptbereich. Auf der linken Seite konnte man Essen und Trinken kaufen, außerdem war weiter hinten das NOC (Network Operation Center) und das POC (Phone Operation Center)angesiedelt, auf der rechten Seite waren die Zelte mit den Veranstaltungen.


Das war unser Zelt. Es bestand zum einen aus dem Vorbereich und dahinter - unter einer weiteren Zeltplane - der Schlafbereich.


Wir zelteten neben dem Wireless Village, das pikanterweise ziemlich vor Kabeln strotzte. Ob deren eigenes WLAN richtig lief, hatte ich nicht ausprobiert - das WLAN des WTH war auf alle Fälle unzuverlässig, aber zum Glück hatten wir uns ja Ethernetkabel besorgt.


Der Altersdurchschnitt der Hacker dürfte sich auch langsam verändert haben.


Diverse Richtfunkantennen für WLAN. Ob die wirklich so gut sind, steht auf einem anderen Blatt. Insbesondere die Antenne aus einer Pringels-Dose soll angeblich einen recht niedrigen Gewinn haben.


Und neben der älteren Generation war auch die weibliche Hälfte der Bevölkerung vertreten. Und es waren nicht (alles) Frauen, denen man auf den ersten Blick ansah, dass sie Computer-Freaks waren. Gut, einige waren sicherlich nur Begleitung (es wurde ja auch mehr geboten als nur die Computerveranstaltungen), aber es waren auch einige Frauen dabei, die nicht nur etwas im Kopf hatten, sondern auch auf die Verpackung achteten.


Dieser Rechner wurde von jemanden als "Frauenrechner" bezeichnet. Okay, er wurde in diesem Fall auch von einer Frau bedient, aber ich denke, dass auch Nicht-Frauen Gefallen daran finden können. Es ist ein linuxbasierter PDA mit Tastatur.


Natürlich gab es auch die männlichen Freaks und die großen Rechner.


Essen! Immer wenn ich diesen Behälter sehe, muß ich an meine Zeit bei der Bundeswehr denken. Wir haben uns übrigens hauptsächlich von Mitgebrachtem ernährt, denn das Essen was man sich vor Ort kaufen konnte, war vielleicht nicht wirklich teuer, aber auf alle Fälle auch nicht billig.


Und die Hacker sind nicht nur Hacker, sondern teilweise auch Väter und haben Nachwuchs erzeugt.


Die Rakete ist übrigens das Wahrzeichen der CCC-Veranstaltungen, es stand im Chaos-Village


Im Gegensatz zur HIP97 und dem Camp 99 gab es genügend Wassertoiletten und Duschen. Und ein Großteil der Duschen produzierte sogar warmes Wasser.


Und da kam es her, bzw. ging es wieder hin. In einem der Nachbarzelte wurde Vieles für Kinder getan, es fanden ständig Veranstaltungen statt.

Wie man hier sieht, sind sogar Anweisungen drauf. Auch in Geek-Sprache ;-) Wobei ... sind euch auch die Syntaxfehler aufgefallen? ;-)

Eine Wassertonne - für Notfälle.


Das Band um seinen Arm bedeutet übrigens, dass er Vorträge hielt. Ich - als normaler Besucher - hatte ein Grünes und die Polizei hatte wiederum eine andere Farbe.


Hier, in den Hängematten, konnte man so richtig gut entspannen. Den Grabstein kennen wir ja schon von der HIP97, da wurde er das erste Mal aufgestellt.

Und hier schlägt nicht nur das Herz eines Apple-Fans höher. Hier wurden in Rekordzeit die Videoaufnahmen der Vorträge geschnitten und als Download zur Verfügung gestellt, in der Regel war ein Beitrag innerhalb von drei Stunden verfügbar.


Seht ihr den Monitor auf der linken Seite? Ja, ein Atari-Monitor und er ist sogar an einem Atari angeschlossen und er hat Netzwerk.


Da wünscht man doch viel Spaß beim Hacken. Ich selber hatte wenig Lust, im Zelt am Rechner zu sitzen, ich war meistens unterwegs, habe mich gut unterhalten, Vorträge besucht, etc.


Andere haben wiederum Sport betrieben. Sieht spaßig aus, oder? Das Teil aus der Nähe. Und hier als Video.

Nicht nur ich fand das Gerät interessant. Und ein echtes Gerät zur Durchleuchtung von Gepäck - natürlich auch im "Do it yourself"-Verfahren zu erledigen.

Es wurde viel für die Sicherheit getan. Und da man nur sich selber vertrauen sollte, sollte man sich selber darauf prüfen, dass man kein Terrorist ist.


Eine Schleuse, die erkannte, ob man Metallisches an sich hatte. Spassigerweise hat das Teil bei mir immer angeschlagen, auch als ich jegliches Metall an mir entfernt habe - ich muß also gefährlich sein ;-)


Was das wohl ist? Eine Bombe? Aber lustig war das Teil schon. Mein Taschenmesser innerhalb einer Metalldose wurde tatsächlich erkannt - hätte ich nicht gedacht.

Da kam unser Strom her. Spassigerweise wurde weniger Strom benötigt als 1997 - was wohl daran lag, dass 1997 nahezu niemand ein Notebook hatte, diesmal aber nahezu jeder.


Um es nochmal zu betonen: Das Hacken ist keine Straftat.


Ja, ihr habt richtig gelesen. Die Polizei war auch vor Ort und wollte sicherstellen, dass nichts Böses getan wurde. Die meisten Polizisten waren allerdings anscheinend keine Computerexperten und wunderten sich, wie friedlich Menschen doch miteinander umgehen konnten.


Links seht ihr die Antennen der Funker der Chaoswelle, rechts das Krankenzelt. Ein Nachwuchshacker ...

... dessen Vater auch ein Hacker ist ;-) pict3775";pict3775.JPG 24 Stunden am Tag wurden wir mit einem Radioprogramm unterhalten.

Und hier der Sender von aussen. Das Motorrad läuft übrigens mit Diesel.

Z.B. Tetris, Snake, Breakout, ... Blinkenarea war auch wieder da und man konnte per Telefon spielen.

Die Leute von Eventphone (auch POC genannt) sorgten dafür, dass wir auf dem gesamten Platz mit DECT-Telefonen kostenfrei untereinander telefonieren konnten. Und das Beste: Es funktionierte auf Anhieb und zuverlässig!


Die Macher dahinter. Nochmal vielen Dank für den tollen Dienst! Und mal wieder Regen und Sturm.

Was macht man, wenn man einen Start-Button von Windows sieht? Man springt drauf rum ;-) Man kann auch das Nachbarzelt als Projektionsfläche nutzen ;-)

Das Zelt der Franzosen unter Regen-Dauerbeschuß. Während des Regens sind wir hier untergekommen - bei richtig netten Niederländern und einer netten Deutschen.

Und da war es zusammengebrochen. Das französische Iglu - Version 0.2.

Mahlzeit! Und das war unser Futter.

Free Pr0n ;-) Wenn ihr genau hinseht, seht ihr die Leuchtspur einer Wasserrakete.

Was macht man, wenn man ein paar Leuchtstäbe und ein paar Freaks zur Verfügung hat? Man malt in der Luft. Und die steckten dahinter.

Das war alles, was von unserem Zeltplatz übrig geblieben war, nachdem wir abgeräumt haben. Ich hoffe, dass die anderen ebenfalls ihren kompletten Müll beseitigt haben.


Darf ich vorstellen: Der schwäbische Botschafter ;-) Und dann ging es für die meisten heim. Leider war es einfach zu feucht.

Wir sollten Wasser trinken, okay. Aber dieses Wasser? Die "What the Hack" wurde kurzerhand zur "What the Rain" umbenannt ;-)

Ich bin ja kein Kaffeetrinker. Aber der hatte es in sich. Es gab afrikanischen Kaffee, der richtig lecker war, nicht zu vergleichen mit dem Standard-Büro-Gesöff. Der war aromatisiert (wenn wir es richtig verstanden haben, u.A. mit Ingwer)


Zu Besuch bei den Lockpickern. Es gibt was Neues, was wir auch gleich ausprobieren wollten - die Bumpkey-Methode. Das ist eine revolutionäre Methode, um nahezu jedes Schloß zu öffnen. Ich werde deswegen demnächst das Schloß an meiner Haustür wechseln - sicher ist sicher.


Ich kann es kaum erwarten, in vier Jahren wieder bei der Nachfolgeveranstaltung zu sein. Aber in zwei Jahren wird sicherlich wieder ein Camp des CCC stattfinden, dazu die jährlichen Congresse des CCC


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